Mai 25 2009

Heute: Towel-Day

und deshalb keine Panik! falls euch außerhalb von Badeeinrichtungen Leute über den Weg laufen, die ein Handtuch mit sich führen. das sind fast ganz normale Menschen, die auf diese Art einem der größten Schriftsteller des letzten Jahrhunderts erinnern.

handtuch

Und zwar an Douglas Adams, den genialen Kopf, dem die Menschheit die Buchreihe “Per Anhalter durch die Galaxis” verdankt.
Und warum jetzt Handtücher?
Dazu ein Zitat aus dem Buch (c&p von hier):

“Ein Handtuch ist so ungefähr das Nützlichste, was der interstellare Anhalter besitzen kann. Einmal ist es von großem praktischem Wert – man kann sich zum Wärmen darin einwickeln, wenn man über die kalten Monde von Jaglan Beta hüpft; man kann an den leuchtenden Marmorsandstränden von Santraginus V darauf liegen, wenn man die berauschenden Dämpfe des Meeres einatmet; man kann unter den so rot glühenden Sternen in den Wüsten von Kakrafoon darunter schlafen; man kann es als Segel an einem Minifloß verwenden, wenn man den trägen, bedächtig strömenden Moth-Fluss hinuntersegelt, und nass ist es eine ausgezeichnete Nahkampfwaffe; man kann es sich vors Gesicht binden, um sich gegen schädliche Gase zu schützen oder dem Blick des Gefräßigen Plapperkäfers von Traal zu entgehen (ein zum Verrücktwerden dämliches Vieh, es nimmt an, wenn du es nicht siehst, kann es dich auch nicht sehen – bescheuert wie eine Bürste, aber sehr, sehr gefräßig); bei Gefahr kann man sein Handtuch als Notsignal schwenken und sich natürlich damit abtrocknen, wenn es dann noch sauber genug ist.

Was jedoch noch wichtiger ist: ein Handtuch hat einen immensen psychologischen Wert. Wenn zum Beispiel ein Strag (Strag = Nicht-Anhalter) dahinter kommt, dass ein Anhalter sein Handtuch bei sich hat, wird er autoniatisch annehmen, er besäße auch Zahnbürste, Waschlappen, Seife, Keksdose, Trinkflasche, Kompass, Landkarte, Bindfadenrolle, Insektenspray, Regenausrüstung, Raumanzug usw, usw. Und der Strag wird dann dem Anhalter diese oder ein Dutzend andere Dinge bereitwilligst leihen, die der Anhalter zufällig gerade “verloren” hat. Der Strag denkt natürlich, dass ein Mann, der kreuz und quer durch die Galaxis trampt, ein hartes Leben führt, in die dreckigsten Winkel kommt, gegen schreckliche Übermächte kämpft, sich schließlich an sein Ziel durchschlägt und trotzdem noch weiß, wo sein Handtuch ist, eben ein Mann sein muss, auf den man sich verlassen kann.

- Douglas Adams: Per Anhalter durch die Galaxis”

In diesem Sinne!
Danke an Lattenzaun für das Erinnern.
Und:
Auf wiedersehen und danke für den Fisch!
_________
auch nett:
“Keine Panik (Der Handtuch-Song)” von Thomas D.
Ein SZ-Online Artikel zum Towel-Day 2006

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Sep 07 2008

Du bist schön!

Veröffentlicht von unter 3mal um den Kaktus rum,homo artisticus.

Ich hetze mich ab um die S-Bahn noch zu erwischen,
steige ein, schmeiß mich auf den nächsten freien Platz,
suche ein besonders gutes Lied auf meinem I-Pod,
„Fields of Gold“ von Sting – wunderbar.

Du steigst am Stachus zu,
setzt dich mir gegenüber,
ich nehme war, dass du hübsch bist.
Mustere dein Spiegelbild in der zerkratzten Fensterscheibe.

Schöne Augen,
schönes Gesicht,
dunkle, schulterlange Haare.
Wie ich Stöpsel im Ohr.

Unsere Blicke treffen sich,
weichen sich gegenseitig aus.
Treffen sich, weichen aus.

Raus aus der Bahn,
schnell zum Bus,
hintere Hälfte.

Du auch hier?
Sitzt mit dem Rücken zur Fahrtrichtung,
schaue verstohlen immer wieder zu dir.
Ich möchte schreien
um die Umgebungsgeräusche des Feierabendverkehrs
und die Musik aus deinem MP3-Player zu übertönen:

„Du bist schön,
du bist schön,
du bist so schön!“

Ich drücke den Knopf,
stehe auf um aus zusteigen,
gehe an dir vorbei,
du lächelst leise.

Ich steige aus,
riskiere einen letzten Blick,
ärger mich,
dass ich mich nicht getraut habe dich anzusprechen
du winkst mir zu.
Ich winke zurück.
Ich möchte schreien:

„Du bist schön!“

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Aug 27 2008

Zwischen den Welten …

Veröffentlicht von unter 3mal um den Kaktus rum,Gedankenstrom.

festhängend zwischen der Kindheit und der erwachsenen Welt, …

Verpflichtungen.
Pläne.
Wünsche.

Und immer wieder diese eine Erinnerung.

Ich war 8 oder 9.
Ein schöner Nachmittag am Ende der Sommerferien.
Ich sitze auf der Schaukel,
schließe die Augen und höre …
nichts!
Absolute Ruhe, nur das Quietschen der Scharniere und das Rauschen der Blätter.
Frieden!

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