Diese Zeilen schreibe ich dir, weil ich nie mehr ohne dich sein will. Du bist für mich ein Zaubertrank, der den grauen Alltag in glühende Farben taucht und jede Langeweile aus meinem Universum verbannt. Yeah! Meine Gefühle für dich sind einfach unbeschreiblich. *….* Deshalb möchte ich dich küssen, hundert Mal, dich zärtlich umarmen und in der Phantasie zeichne ich unzählige Bilder (mit Malen nach Zahlen), die nur dich und mich zeigen. Wann begegnen wir uns wieder? Wenn der Mond die Nacht erhellt, komm\’ und schlüpfe unter meine Decke. Ich werde unsere Herzen erwärmen, denn eine Wärmflache reicht mir nicht.
Dein Schlappohr,
TvN
Man beachte den Rechtschreibfehler Wärmflache!
Nummer 2:
Der Klassiker schlecht hin und einer der schönsten Teile der Bibel, Salomons Hohelied der Liebe.
Toll, hab beim Aufräumen am Wochenende ein kleines rotes Clairefontaine-Notizbuch gefunden, in dem ich 2004 Ideen, Texte, Bruchstücke festgehalten hab.
Und dann noch eins (dieses mal A4) das bis 2001 zurück geht.
Werde immer mal wieder was davon hier reinschreiben, alle Einträge kriegen dann des Label “Damals”
Ist eine lustige Zeitreise. Wenn ich so darüber nachdenke, warum ich damals was geschrieben hab… was ich damals gedacht hab.
Und hier Nummer 1 vom 22.5.2002:
Was für ein Tag,
ich genieße das Wetter,
schiebe alle Arbeit
weg vom Jetzt,
ich lebe die Sonne
und atme das Licht.
Hab’ nichts zu tun
und mach auch nichts.
Alle Menschen sind fröhlich.
Ein herrlicher Tag,
die Welt ist in Ordnung
und allen geht’s gut.
Und Nummer 2 nur einen Tag später:
Ich fühl mich wie im Vakuum
wie vom Bug des Lebens überfahren,
unsichtbare Mauern
trennen mich vom Rest,
weiß nicht wohin ich will,
auch nicht,
wo ich bin.
Nach diesen Geschichten versuchte der Kapitalismus den Menschen und sprach zu ihm: Mensch!
Und er antwortete: Hier bin ich.
Und er sprach: Nimm deine Ideale, die letzten die du lieb hast und
geh hin in das Land Morija und opfere sie dort zum Brandopfer auf einem Markt den ich dir sagen werde.
Da stand der Mensch früh am Morgen auf, trank Kaffee, bestieg sein Auto, nahm mit sich zwei Kollegen, suchte Akten für das Brandopfer und sie machten sich auf,
den Markt zu suchen von dem ihm der Kapitalismus gesagt hatte.
Am dritten Tage hob der Mensch seine Augen auf und sah die Stätte von ferne und sprach zu seinen Kollegen: Bleibt ihr hier bei dem Mercedes.
Ich und meine Ideale wollen dorthin gehen, und wenn wir angebetet haben,
wollen wir zu euch kommen.
Und der Mensch nahm seine Akten und legte sie mit seinen Idealen in einen Koffer.
Und die Ideale sprachen: Vater!
Und er antwortete: Hier bin ich.
…
Und als sie an die Stelle kamen,
die der Kapitalismus ausgesucht hatte,
nahm der Mensch den Koffer,
öffnete ihn, entzündete Feuer und sprach:
„Dies sind meine Akten, sehet und lernet alle davon.
Daneben meine Ideale, verbrannt zum Wohle der Bank!“
Echt jetzt, hab sie letzte Woche enteckt.
Hatte die Kakten wohl einmal zu oft unter Wasser gesetzt.
Und mir echt Gedanken gemacht, was ich jetzt mache.
Warten was passiert?
Mit dem Risiko, dass sie ab sporen und alles ansauen?
Lieber nicht.
Also hab ich sie mal auf die Terrasse gestellt.
Ich hab Probleme.